Was soll das ??

Urlaubsgrüße per Post kommen natürlich auch, aber per Blog ist das Urlaubsgeschwatze für die Daheim-Gebliebenen sicher besser zu ertragen.

Der grobe Plan:

Hamburg -> Dubai, nächtigen, Dubai -> Bangkok, nächtigen, Bangkok -> Hanoi: Endlich da, hoffentlich Donnertag morgen (13.01.2011)Dann die komplette Ostküste bis HCMC, über den Mekong nach Phnom Penh, Angkor, dann wieder Bangkok, Monster treffen und per Radl gen Phuket, abhängen auf PhiPhi und Co und westwärts Ende Februar

Samstag, 22. Januar 2011

Hoi-An: kochen und schneidern

Auf den ersten Blick wird klar: Hier bleibt man lieber einen Tag länger als geplant, denn hier scheint tatsächlich die Zeit stehen geblieben  zu sein.  Vom Krieg weitestgehend verschont geblieben ist die Altstadt zu schön um wahr zu sein und - ich kanns kaum glauben - zweimal die Woche ist Auto- und Moped-freie Innenstadt. Ein Traum!! 99 % aller Touris verlassen Hoi-An mit kiloweise maßgeschneiderter Garderobe. Ich hatte vorher schon versucht, die  begeisterten Schilderungen der vorwiegend weiblichen Reisenden zu ignorieren. Das soll KEIN Shopping-Trip werden und ich bin fest entschlossen, nicht weich zu werden. Die Klamotten sehen großartig aus, die Schneider sind sehr fähig, die Stoffe sind toll und die ganze Stadt rennt - ob der immernoch schlechten Wetterlage - in wunderschönen, nagelneuen Winterjacken durch die Gegend.  Ich bin wahnsinnig stolz auf mich, dass ich nicht schwach geworden bin, aber als ich in die Gasse einbiege, in der sie einem die Lederstiefel quasi an die Füße schneidern, ist es fast um mich geschehen. Aber eben nur fast: Ich gehöre zu den gefühlten 1% der Horde, die sich in Hoi-An nicht einkleiden lässt!

Fast jedes Restaurant bietet Kochkurse an und es dauert nicht lang, da lande ich zusammen mit 4 weiteren Deutschen aus Hamburg in der Schul-Küche des Cafe 96 am Fluss. Die Kochstunde droht zur Studienberatung zu werden, zwei sehr eifrige Jura-Studenten sind darunter und "koennen einfach nicht loslassen", das nervt tierisch und ich bin kurz davor, sauer zu werden, aber der sympatische Koch schafft es dann doch unaufdringlich und chatmant die Aufmerksamkeit fast aller lern-wütigen auf die Kunst des vietnamesischen Kochens zu lenken. Wir hacken fleissig Gemüse und Kräuter winzigklein, aus denen wir nachher Frühlingsrollen basteln. Meine erinnern stark an meine ersten selbstgedrehten Zigaretten und fallen schon vom Angucken fast auseinander. Aber Übung macht den Meister und kurze Zeit später dürfen wir auch noch tolle Salate und Fisch in Bananenblatt zaubern. Es schmeckt wie Selbstgemachtes eben       schmeckt und das obligatorische Tiger-Beer dazu macht süchtig. Nach vollendetem Werk bekommen wir Rezepte, Schälmesser und gute Wünsche mit auf den Weg und finden eine Kneipe, die uns freundlicherweise noch lange nach Ladenschlus mit dem köstlichen hiesige Fassbier versorgt.Geiler Abend, tolle Stadt, ich will mehr davon.

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